Bongo

Bildquelle: 
Birgit Strunk
Beschreibung: 

Der Bongo lebt in dichten Wäldern, manchmal sogar im Bambusdickicht. Hier ist der Bongo zwar tagaktiv, lebt aber so verborgen im dichtesten Gebüsch, dass man ihn kaum jemals zu Gesicht bekommt. Der Bongo ernährt sich außer vom Laub von verschiedenen anderen Pflanzen.
Ein einzelnes Junges wird nach einer Tragzeit von 282 bis 291 Tagen geboren.
Das Geburtsgewicht beträgt 17–27 kg, Bullkälber sind meistens schwerer als Kuhkälber.
Neugeborene Bongos haben eine Schulterhöhe von 70 cm. Die Kopf-Rumpf-Länge wurde mit rund 90 cm gemessen. Bongogeburten finden das ganze Jahr über statt, es gibt keine feste Wurfzeit.

Gefährdung: 
NT
Lebensraum: 
Regenwälder
Bambusdickicht
Merkmale: 
Die Schulterhöhe des Bongos beträgt 1,25 Meter. Die Männchen sind mit einem Gewicht bis zu 280 kg erheblich schwerer als die Weibchen, die bis zu 253 kg wiegen können. Beide Geschlechter tragen ein leierförmig gewundenes Gehörn, das bis zu 100 cm lang wird. Die Hörner der weiblichen Tiere sind dünner und schmaler und laufen enger zusammen als die der Bullen. Das leuchtend rote bis kastanienbraune Haarkleid ist auf beiden Körperseiten mit 10 bis 16 schmalen weißen Streifen markiert. Bullen sind kräftiger gefärbt als die Bongokühe. Mit zunehmendem Alter wird das Haarkleid dunkler. Die Streifen beginnen in der Rückenmähne und reichen bis zum Bauch/zu den Keulen. Die Bauchseite ist dunkler, und die Vorderläufe und der Kopf tragen eine auffällige schwarzweiße Musterung.
Wissenswertes: 
Mittlerweile sind Bongos „häufige“ Zootiere. 1977 gab es 73 in Zoos gehaltene Bongos, 1987 bereits 213. Im Jahr 2008 registrierte die Zoo-Datenbank ISIS 490 weltweit in wissenschaftlich geleiteten zoologischen Gärten gehaltene Bongos, davon 232 in Europa. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es heute in den Zoos mehr Bongos gibt als in Kenia. Bereits 1991 waren nur noch 5 Prozent der in Zoos lebenden Bongos Wildfänge. Für den Östlichen Bongo (Tragelaphus euryceros isaacii) besteht ein Zuchtbuch im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. EEP-Koordinator ist Jake Veasey im Woburn Safari Park, Woburn (Bedfordshire).
Systematik: 
Säugetiere
Paarhufer
Hornträger
Wissenschaftlicher Name: 
Tragelaphus eurycerus
Nahrung: 
Gräser
Blätter
Laub
Verbreitung: 
West- und Zentralafrika
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