Schmuckschildkröten

Beschreibung: 

Obwohl von Gesetzes wegen verboten, werden alljährlich zahlreiche Schmuckschildkröten, insbesondere Rotwangen, von privaten Haltern entsorgt, indem sie irgendwo in einem öffentlichen Gewässer ausgesetzt werden - und auch Zoos werden mit solch nicht mehr erwünschten Tieren beglückt. Meistens geschieht dies so, dass die Tiere klammheimlich in ein Freilandterrarium hineingeworfen oder in einem Ententeich schwimmen gelassen werden. Unter den gegenwärtigen klimatischen Bedingungen pflanzen sich diese Schildkröten in der Regel zwar nicht fort, aber sie finden genügend Nahrung und überwintern problemlos, sodass dieselben Tiere oft über Jahre in ihrem jeweiligen Revier beobachtet werden können. Ausgesetzte Schmuckschildkröten leben räuberisch und gefährden dadurch die ursprünglichen Tier- und Pflanzenarten. Sie fressen zum Beispiel sehr gerne Froschlaich.
Der internationaler Handel ist nicht durch CITES geregelt. Die Einfuhr nach Deutschland ist verboten.

Gefährdung: 
LC
Systematik: 
Reptilien
Schildkröten
Neuwelt-Sumpfschildkröten
Wissenschaftlicher Name: 
Trachemys (Pseudemys) scripta
Verbreitung: 
Südliches Nord- bis nördliches Südamerika: Belize
Costa Rica
El Salvador
Guatemala
Honduras
Kolumbien
Mexiko
Nikaragua
Panama
USA
Venezuela. Eingeführt u.a. in Frankreich
Deutschland
Guadelupe
Israel
den Niederlanden
Südafrika. In der Schweiz pflanzen sich die zahlreichen ausgesetzten Schmuckschildkröten aus klimatischen Gründen in aller Regel nicht fort.
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